Nähmaschinen

Da ich fast ausschliesslich Kleidung nähe reichen mir wenige Sticharten aus, deswegen bauche ich keine computergesteuerte Nähmaschine mit Stickmodul etc.

Nur beim Knopflochnähen schaue ich manchmal etwas neidisch zu meiner Nachbarin hinüber, aber mit etwas Übung geht es mit einer mechanischen auch.

Gritzner 6122 Tipmatic

dies Maschine hat einen gut funktionierenden Obertransport (baugleich mit dem von Pfaff) und allein deswegen liebe ich sie.

Jersey, dicke und dünne Stoffe sind für sie kein Problem. (oder kein so grosses mehr, schwierige Stoffe, die wegflutschen sind ja immer eine Herausforderung)

das Einzige , was ich nicht so gut finde ist das schlechte Nählicht, aber da ich sowiso eine schwenkbare Arbeitsplatzbeleuchtung habe habe ich trotzdem ein gutes Licht.

Adler 69 – 892 (BJ . ca 1970)

Nadelsystem 134-35  Länge von Ende Kolben(2,0mm) bis Oberkante Öhr = 38,1 mm, für Nadeltransportmaschinen

(im Unterschied zur 134- Standard mit 33,1 mm)



mit Dreifachtransport (auch Zangen- oder Hüpfertransport genannt), besonders gut geeignet für schwierige Materialien, hier verschiebt sich nichts!
Es werden Fäden bis ca. Stärke 30 (Fadenstärke 20 geht auch noch) verarbeitet. Das Maschinchen hat keinen Kniehebel zum Heben und Senken des Transportfußes, sondern eine nachträglich eingebaute pneumatische Steuerung.

Wer das Spulen mit einer Haushaltsnähmaschine gewohnt ist wird unangenehm überrascht sein, die Spulmechanik empfinde ich als steinzeitlich und echt unbequem!

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Da ich keinen Kompressor anschließen möchte muss über den manuellen Hebel auf der Rückseite der Maschine erledigt werden. (ich suche einen Kniehebel gebraucht..).
Vor der ersten Benutzung, bin ich erst einmal in jeden Winkel der Maschine gekrochen und habe alles genau unter die Lupe genommen. Ein Tröpfchen Öl hier eins da.., der Greifer musste, neu justiert werden, was gar nicht so einfach war, da alle Madenschlitzschrauben verkorkst waren.

Die Einstellung von Fußhubs , Schlingenhub und Nadel- Greifereinstellung musste ebenfalls vorgenommen werden.
Wenn ihr Interesse habt und technisch geschickt seid hier findet ihr sehr gute und anschauliche Anleitungen, die sich gut auf die Adler 69 und ähnliche Maschinen übertragen lassen:

Einstellanleitung Nadel Greifer von DraWi
Nadel-/Greifereinstellung

Ersatzteile sind noch zu bekommen, sind aber sehr teuer! Ein anderes Fußpaar beispielsweise kostet ca. 80€!!! Ich wünsche mir ein Keder-Fußpaar!
Ein Bandeinfassapparat kostet bis zu 300€

Teile sind teilweise austauschbar mit Pfaff 335 oder ähnlichen Maschinen, bei mir ist z.B ein Pfaff Greifer eingebaut, angeblich weil dieser billiger war als der von Adler!
Da ich die Maschine nicht nur als Freiarmmaschine nutze, habe ich einen abnehmbaren Holzanschiebetisch gebaut.

LED-Lampe mit Magnetfuß, tolle Erfindung!

Der Drehstrommotor, wird elektonisch (Variostop) geregelt, so läßt sich komfortabel Stich für Stich  nähen. Nachteil ist,dass beim Stoppen der Nadel der Motor trotzdem weiter läuft (und dabei relativ laut ist). Der Motor entwickelt eine ungeheure Kraft, wehe ich gebe etwas mehr Gas, dann rennt das Teil mit affenartiger Geschwindigkeit los, diese Geschwindigkeit ist was für sehr große Stoffe und nur mit Anschlag!

Overlockmaschine Bernina 800DL

wer schonmal Nähte mit zigzack-Stich versäubert hat weiss wieviel schneller und sauberer es mit einer Overlock geht.

Einfädeln ist ein wenig tüftelig, wichtig ist unbedingt die Reihenfolge der Fäden beim Einfädeln zu beachten, sonst geht nämlich gar nichts! Aber ich fädle nur selten komplett neu ein, sondern schneide die alten Rollen ab und knote das neue Garn dran, um es dann durch sämtliche Ösen incl. Nadel (Nadelspitze mit dem Finger gegenhalten) durchzuziehen.

mit dieser Maschine bin ich zufrieden, sie näht leise und schnell!

die alte Singer meiner Uroma, mit einstellbaren Nähfussdruck. Diese Maschine wird wohl noch mehere Generationen überleben, sie ist die Steintafel mit Runen unter den Nähmaschinen. Das Nähen mit Fussantrieb braucht einige Übung!